About HoVi - Erik D. Schulz - Schriftsteller

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Hotstamper Vinyl

Meine Philosophie als kritischer Hörer


Meiner Meinung nach ist es für jede Anlage unabdingbar, den bestmöglichen Tonträger zur Verfügung zu haben, um die Kapazität voll ausreizen zu können. Leider ist das mit digitalen Medien derzeit für mich nicht zu erreichen. Keine CD oder ein digitaler mp3-Download hat den warmen, traumhaften Analogsound, den Vinylplatten transportieren können. Dabei will ich nicht abstreiten, dass man auch joggend mit einem MP3-Player auf dem Kopf und guter Musik glücklich werden kann. Nur mein verwöhntes Gehör ist dafür unwiderruflich verschlossen.
Bad sound is a barrier to understanding and enjoyment!
Und wenn es irgendwann mal eine Technologie geben sollte, die Vinyl schlägt oder ersetzt, und zwar so, dass es mich nicht mehr kalt lässt, werden die Mastertapes – wenn überhaupt noch auffindbar – längst verblichen sein. Die große Vinyl-Ära von 1960-90 ist unwiederbringlich vorbei.
Unglücklicher Weise ist es aber auch mit Vinyl sehr schwierig. So verkaufen die meisten „audiophilen Händler" sogenannte audiophile Platten. Das sind Heavy Vinyl Reissues, Half-Speed-Master-LPs oder Importe aus Japan. Doch das Gewicht der Platte, die Qualität des Vinyls, das Herkunftsland und die Meinung anderer sind leider überhaupt kein Indikator für guten Sound. So verliert der Begriff „audiophile record" seinen Wert. Es wäre ja auch zu einfach, sich eine 180g LP zu kaufen und man hätte dann den optimalen Sound. Nein, es ist mühsame, dreckige, verbissene, teure und zeitaufwendige ARBEIT, deren Lohn unbeschreibliche Glücksmomente sind.
Mit der Verbesserung meines Hi-Fi-Equipments lernte ich mit der Zeit, mich nur noch auf mein Gehör zu verlassen. Bei diesem Prozess war es ein glücklicher Umstand, dass ich 2005 auf die Website von Tom Port gestoßen bin - Better Records -, was einen entscheidenden Wendepunkt in meiner Karriere als Musikliebhaber darstellt. Ich bin ein absoluter Tom-Port-Jünger, ein Fan, er ist mein Hero. Von ihm habe ich folgendes Grundprinzip gelernt:
The proof of the pudding is in the eating. There simply is no substitute for playing the records, and in turn bringing to bear whatever critical faculties we can to the music and sound we hear. We then make judgements as to the merits of that music and sound, and our recommendations follow from those."
Kurz, man muss die Platten spielen, sich anhören, vergleichen, kennenlernen und eine Entscheidung fällen. Nur so kann man den besten Sound finden, denn nicht zwei LPs klingen gleich, nicht einmal mit derselben Stampernummer. Es ist wie mit der Gauß-Verteilung: Ich suche die LPs außerhalb von, sagen wir, zwei Standardabweichungen außerhalb der Normalverteilung, die Ausnahmeerscheinungen, die Highlights eben.
Zu diesem aufwändigen Suchprozess, sich mit den Dingen derart gründlich zu beschäftigen, ist natürlich nicht jeder bereit und/oder in der Lage. Aber es lohnt sich definitiv. Mit der Zeit wird man zu einem erfahrenen, kritischen Zuhörer. Nur so findet man Hot Stamper mit fantastischem Sound, die alles andere in den Schatten stellen. Sie sind magisch!
Es ist oft ein physisches emotionales Erlebnis, solche Pressungen aufzulegen (Tränen in den Augen, Schweißausbrüche, Herzklopfen etc.) – den Sound kann ich einfach nicht mehr vergessen, er brennt sich in die DNA. Beispiele dafür sind u.a. Songs wie Longer Boats, Handy Man, Cortez The Killer, Fool On The Hill, You Just Don’t Care, Money etc.
Aber was will ich hören? Zitat Tom Port: "Deep, rich, and note-like bass, silky highs, full-bodied and breathy vocals and TONS of tubey magic (midrange!), amazing transparency, breathtaking clarity, super low distortion, uncanny immediacy and lots of life. In other words Master Tape Sound."

Das sind meine Anregungen zum Nachdenken. Ich wünsche allen Besuchern viel Freude bei den LPs, die ich hier allmählich vorstellen werde. Zwei Drittel meiner Hotstamper habe ich bei Better Records erworben (die Kommentare übernehme ich dann zum Teil), etwa ein Drittel habe ich selber gefunden.


Wichtige Links:

Better Records
– Die Website für fortgeschrittene Audiophilie - ein Traum und einzigartig in der Welt. 2015 habe ich Tom Port in Thousand Oaks besucht (siehe Fotos)
Wired –Interview
Goldmine-Artikel
On The Record – Toms Blog von den Freaks für die Freaks
Todd Drootin – Hat lange bei Tom Port gearbeitet und sich vor kurzem selbständig gemacht


Tom Ports Hörraum

                                                  

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