Weizen Storys - Erik D. Schulz - Schriftsteller

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Weizen Storys

An dieser Stelle möchte ich über die Entstehung meines Romans „Der Weizen gedeiht im Süden“ berichten, der voraussichtlich 2020 erscheinen wird – zum 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Japan. Es wird aber auch um Themen rund um den nuklearen Wahnsinn auf der Welt gehen. Am 25. Januar 2018 gab ein Gremium aus Wissenschaftlern (darunter 17 Nobelpreisträger) und Fachautoren des Bulletin of the Atomic Scientists bekannt, dass die Atomkriegsuhr von zweieinhalb auf 2 Minuten vor 12 vorgerückt wird und die Welt somit so kurz vor ihrem Untergang steht wie seit knapp 60 Jahren nicht mehr. Wir müssen uns alle vehement dafür einsetzen, dass es nicht zum Desaster eines Krieges mit Nuklearwaffen kommt!  
#wirVatomkrieg

Design und Konzept des Atombunkers

Mein fiktiver Bunker, den die McPrince International Group für zweieinhalb Milliarden Franken ins Felsmassiv des Pischahorns bei Davos getrieben hat, ist eine Hybride aus drei Konzepten.
Die grundlegende Architektur orientiert sich an der dreigeschossigen Bunkeranlage Harnekop bei Strausberg in Brandenburg, die ich während meiner Recherchen besucht habe. Sie wurde als Hauptführungsstelle des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR gebaut und „vom Feind bis zur Wende nicht enttarnt" (Zitat des ehemaligen NVA-Offiziers, der die Führung leitete). In solchen Bunkern werden die Fußböden zur Kompensation der Druckwelle auf Stahlfedern gelagert und auch wichtige Geräte an Federn aufgehängt. Die Energieversorgung leisten Schiffsdiesel. Ich habe zusätzlich Strom aus Mini-Atomkraftwerken der Firma Gen4 Energy bereitgestellt, die wirklich existiert. Das Buch „Geheime Bunkeranlagen der DDR" von Stefan Best hat mir wertvolle Dienste geleistet.
Die Idee, den Bunker in einen Berg zu meißeln, kam mir durch die „Führungsanlage K20", den Regierungsbunker der Schweiz in den Berner Alpen. Das gewaltige Bauwerk besitzt einen verwinkelten Zugangsstollen zur Abschwächung einer potentiellen Druckwelle. Einlass findet man nur nach einem Iris-Scan und einer PIN-Code-Identifizierung, die ich in meiner Fiktion für wohlhabende Leute vorgesehen habe. Der Eingang ist am Waldrand durch eine unscheinbare Holzscheune getarnt. In dem unterirdischen Klotz findet man auch Betonpanzertüren, Druckschleusen und Dekontaminationsduschen – den ganzen Irrsinn zum Schutz vor etwas, vor dem man sich nicht schützen kann.
Das Innendesign wurde durch den Film Ex Machina inspiriert. Es hat den Luxuscharme moderner Architektur mit schicker Holztäfelung und Sichtbeton, indirekter Beleuchtung, Marmortischen, großzügigen weißen Sofas, Bildschirmen, die Fenster suggerieren, hochwertig und schlicht. Vermieden wurde alles Verschnörkelte oder Verspielte, Weiß ist die dominierende Farbe, die Räume sind sachlich gestaltet. Wie im Film habe ich ein hierarchisches Chipkartensystem etabliert. Auch das Thema Überwachung, das schon in meinem ersten Roman Thema war, kommt nicht zu kurz. Details über das Gewächshaus und autonome Landwirtschaft unter Tage runden das Projekt ab. Wichtig war auch das Studium biologischer Rhythmen und der Psychologie vom langfristigen Zusammenleben in abgeschlossen Räumen, das in mehreren Experimenten untersucht wurde.

 
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